Vorlesung 2: Wurst und die Gotik

Gotische Kunst mit der Wurst Das Wichtigste auf einen Blick:

► Entstehung im 12 Jhd., genauer gesagt 1140 in der Gegend um Paris

► Stilepoche der abendländischen Kunst

► Kathedralen mit Kreuzrippengewölben, Spitzbögen und Rosettenfenstern

► Kunsthandwerk, Fresken, Glas-, Buch- und Tafelmalerei mit christlicher Symbolik und Allegorie

Nachdem wir uns letzte Woche mit der ägyptischen Kunst beschäftigt haben, machen wir einen Sprung über viele Jahrhunderte und landen in der Epoche der Gotik. Die Gotik ist ja eine Strömung der europäischen Architektur und Kunst des Mittelalters. Entstanden ist sie um 1140 in der Gegend um Paris und war nördlich der Alpen bis ungefähr 1500 der vorherrschende Stil. Er löste die Romanik ab und es folgte die Renaissance. Im Gegensatz zur Plastik und Malerei dieser Zeit ist die Architektur genau abzugrenzen.

Die Frauenkirche zu Nürnberg mit wurstigem Turm Die Gotik verbildlichte sozusagen die christliche Ideenwelt und bediente sich dabei in großem Umfang deren Symbolik und Allegorie. Es sollte einfach alles Richtung Himmel ragen. Die Bezeichnung "Gotik" ist ja eigentlich gar nicht so positiv gemeint. Er wurde in der Renaissance vom italienischen Kunsttheoretiker Giorgio Vasari1 geprägt, der mit diesem Begriff seine Geringschätzung gegenüber der mittelalterlichen Kunst, im Gegensatz zum "goldenen Zeitalter" der Antike, ausdrücken wollte. "Gotik" kommt vom italienischen Wort "gotico", das fremdartig und barbarisch heißt - ursprünglich war es ein Schimpfwort.2

Jedem der noch mehr über die Gotik lesen will empfehle ich den Beitrag zur Gotik auf Wikipedia3. Eine wundervolle Zusammenfassung dieser Epoche.4

Hier geht es nächste Woche mit der Epoche des Barocks weiter. Die Übersicht zu den schon behandelten Epochen/Themen gibt es auf der Einführungsseite der Vorlesung.

Prof. Wurst