Würstelstand - Ein Kurzfilm von Nicolas Neuhold

Als Jahresabschlussbeitrag 2008 stelle ich euch heute an der Wurstakademie einen amüsanten und spannenden Kurzfilm vor: Den 10-Minuten-Kurzfilm "Würstelstand" aus dem Jahr 2004. Buch und Regie hat der österreichische Filmemacher Nicolas Neuhold1 in die Hand genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

 

 

Nicolas verfilmte die Geschichte von zwei Einbrechern2 in Wien, die nach einem erfolgreichen Einbruch Hunger bekommen. Und was tut man da in der Stadt der Würstel- stände am Besten? Natürlich, man ver- schafft sich den Zugang zu einem solchen Standl. Allerdings sollte man bei so einer Idee nie die Realität des Wiener Nachtlebens außer acht lassen! Und so erregt das Einbrecher- pärchen die Aufmerk- samkeit von hungrigen Polizisten im Nachtdienst und von Ballbesuchern, die ja liebend gerne nach einer durchtanzten Nacht ein Würstchen essen gehen. Und mit einem Wiener Sandler3 machen sie auch noch Bekanntschaft. Und genau das alles ist gut für uns: Wir haben etwas zum Schmunzeln! Und spannend ist der Film obendrein! Der Film "Würstelstand"4 wurde übrigens in Erinnerung an den von so vielen Österreichern heißgeliebten österreichischen Schilling5 gedreht. Es soll ja immer noch eine Menge Österreicher geben, die dem Schilling nachweinen6 - aber das ist eine andere Geschichte!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins Jahr 2009!

  • 1. Nicolas Neuhold hat schon einige Kurzfilme gedreht, die auf seiner Webseite anzusehen sind.
  • 2. Das Einbrecherpärchen wird von Roswitha Szyszkowitz und Peter Faerber gespielt. Und weil wir gerade dabei sind: Oskar Blaha spielt den Sandler, Andreas Steppan den Ballgast, Robert Ritter und Markus Haider die Polizisten und Oliver de la Varre den Würstelstandbesitzer.
  • 3. Wisst ihr eigentlich, woher der vor allem in Österreich gebräuchliche Name "Sandler" für "Obdachlose" kommt? Er kommt aus der Zeit des Baus der Wiener Ringstraße, als unzählige Arbeitskräfte dafür benötigt wurden! Viele Wanderarbeiter aus Böhmen waren dafür zuständig, dass die Formen für die Ziegel mit Sand ausgestreut wurden, damit die Ziegel nicht kleben blieben. Man nannte diese Ziegel(arbeits)sklave Ziegelbehm oder eben Sandler, vom "Aussanden" der Ziegelformen. Und eine Bezeichnung für Obdachlose deshalb, weil diese "Sandler" arme Schlucker waren, minimalst bezahlt wurden und auch kein Dach über dem Kopf hatten und sich dieses auch nicht leisten konnten bei dem Hungerlohn. Sie schliefen überall, auch unter Brücken. Und so wurden aus Obdachlosen die "Sandler". Interessant, oder?! Habe das mal bei einer Doku im ORF über die Ringstraße erfahren. Und hier ist ein interessanter Artikel im Falter zu diesem Thema. Unbedingt lesen!
  • 4. Hier gehts zur offiziellen Filmwebsite.
  • 5. Mehr zum geliebten österreichischen Schilling gibt es auf Wikipedia zu lesen
  • 6. Jammern nützt nichts. Der Euro ist nun mal da... ;-)
Prof. Wurst