Moutarde Violette - Der violette Senf aus Frankreich

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So sieht er aus, der Moutard Violette In Brive, eine Stadt in der französischen Provinz Limousin1, gibt es eine kleine Likör-Manufaktur namens "Denoix"2, die exklusiv den violetten Senf, der im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit zu geraten schien, wieder herstellt und vertreibt. Ich denke, dass es viele Senf-Feinschmecker gibt, die Denoix dafür danken, dass sie die "fée en robe violette"3 wieder auferstehen ließ! Die Basis dieser im 14. Jahrhundert kreierten Senfrezeptur ist ein Traubenmost, der mit Wein und einer speziellen Gewürzmischung verfeinert wird und so dem Senf seinen typischen süßlich, sauren und scharfen Geschmack verleiht. Natürlich wird der Senf ohne Konservierungsstoffe und Farbstoffen produziert.

Die Geschichte

Papst Clemens VI von 1342 bis 1352 Die Geschichte, die sich hinter diesem violetten Senf verbirgt, klingt spannend. Papst Clemens VI.4, der in Corréze geboren wurde und auserwählt war von 1342 bis 1352 als Papst der kaholischen Kirche in Avignon zu residieren, erinnerte sich in den Tagen seiner Regentschaft, dass es in seiner Heimatregion diesen speziellen Senf gab, auf den er nicht verzichten wollte und der ihn ein wenig an sein zu Hause erinnerte. Also ließ er Senfhersteller vorladen und Messire Jaubertie, der aus Turenne in der Nähe von Brive kam, wurde auserkoren diesen speziellen Senf für Clemens VI. herzustellen. Er war so erfolgreich mit seinem violetten Senf, dass er sogar "Grand Moutardier du Pape"5 genannt wurde.

Wozu passt der Senf?

Der "Moutarde Violette" paßt bestens zu Wurst, besonders zu Blutwurst, kaltem Fleisch, Gepökeltem und Fisch. Marinieren kann man damit Hasen- und Wildfleisch. Und ein ganz spezieller Tipp zum Schluss: Ersetze mal das Ei beim Panieren mit diesem Senf. Köstlich! Gekauft habe ich diesen Senf im Manufactum-Shop6 in München - der Shop ist übrigens immer einen Besuch wert! :-)

Moutard Violette aus Frankreich Der violette Senf aus Frankreich

Prof. Wurst