Erbswurst-Suppe mit Wiener/Frankfurter

Der vor kurzem von mir entdeckte Beitrag zur Erbswurst im Genussmousse-Blog1 hat gewisse Kindheitserinnerungen hervorgerufen. Wie oft habe ich diese Suppe wohl gegessen... Ich denke, dass viele von euch die Erbswurst ebenfalls kennen, dass euch als Kinder auch Erbswurstsuppe vorgesetzt wurde und dass auch in euch nun Erinnerungen geweckt werden, gute oder schlechte Erinnerungen sei dahingestellt - es soll ja Kinder gegeben haben, die die Suppe nicht liebten. ;-)

Eine grüne Erbswurst

Erbswurstsuppe - Eine ausgezeichnete Mahlzeit am Berg und im Kriegsfall Man glaubt es kaum, aber dieses Produkt hat wirklich eine lange Geschichte! 1867 wurde sie vom Koch Johann Heinrich Grüneberg in Berlin erfunden und wurde dann vom preußischen Staat gekauft, der sie für militärische Zwecke verwendete. Die deutschen Soldaten im Deutsch-Französischen Krieg2 wurden mit der Erbswurst ausgestattet und vielleicht waren sie allein wegen dieser siegreich, wer weiß?! Auf alle Fälle ist die Erbswurst eines der ältesten Fertiggerichte, die industriell hergestellt wurden. 1889 übernahmen dann die Brüder Knorr die Produktion der Erbswurst. Da sie extrem lange haltbar ist, gehörte sie in Kriegszeiten in jede Vorratskammer und ebenfalls zur Grundausstattung von Wanderern, Bergsteigern und von Expeditionen. Der Name "Knorr" ist bis heute mit der Erbswurst verbunden, sie wird immer noch unter der Marke "Knorr"3 produziert.

Auf die Frage, warum sie ErbsWURST heißt, gibt es eine einfache Erklärung: Ursprünglich wurde die Erbswurstmasse mit einem Trichter in einen Naturdarm gefüllt und an beiden Enden zugebunden - wie eine echte Wurst. Erst später wurde das gepresste Erbsmehl in Portions"tabletten" in eine Pergamentpapierrolle gewickelt.

Nun aber zum Rezept (für 2 Personen), das sogar für extrem ungeübte "Köche" zu bewerkstelligen ist:

Ein Teller Erbswurstsuppe mit einem Paar Frankfurter/Wiener Zutaten:

  • 2 Erbswurst-Tabs
  • 2 Paar Wiener/Frankfurter
  • 1/2 Liter Wasser
  • für die schwierigere Variante noch zusätzlich: 200g Bauchspeck4

Zubereitung:

Wenn ihr euch für die "schwierigere" Variante entschieden habt, müßt ihr zuerst den Bauchspeck klein und würfelig schneiden und ihn in Butter oder Öl etwas anbraten. Nebenher (Ab hier nun für alle:) zerdrückt ihr die Erbswurststückchen mit einer Gabel und verrührt das Pulver im Topf mit dem halben Liter kalten Wasser. Nun das Wasser zum Kochen bringen - umrühren zwischendurch nicht vergessen! - und anschließend 3 Minuten köcheln lassen. Währendessen die Frankfurter/Wiener klein schneiden und ab mit ihnen in die schon cremige Suppe. Dann noch 2-3 Minuten weiterköcheln lassen und fertig ist die Suppe. Keine Hexerei, oder?
Dann am Besten mit einem frischen Schwarzbrot oder einer Semmel/Brötchen servieren. Guten Appetit!

Hier seht ihr einen grünen Erbswurst-Tab Die Erbswurst gibt es in Grün und in Gelb, wobei ich die grüne Variante vorziehe. Schaut mir mehr nach Erbsen aus, wie man sie sich vorstellt. Die Frankfurter/Wiener, am Besten schräg durchschnitten, sind natürlich ein MUSS! Und der zusätzlich hinzugefügte Speck ist das Tüpfchen auf dem "i". Denn obwohl auf der Erbswurst groß "mit Speck" drauf steht, schmeckt man diesen nicht wirklich heraus.

Wer nun an noch mehr Fakten zur Erbswurst interessiert ist, sollte sich den Artikel von Chinabeibei durchlesen5. Dort gibts noch mehr zur Geschichte und es wird über die Inhaltsstoffe geschrieben und über die Nährwerte.

Prof. Wurst