Bratwurst selber machen! Macht Spaß und ist keine Hexerei!

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Im vorigen Beitrag, in dem es um Wurst als Götterspeise ging, da nur Gott weiß, was in Würsten drinnen ist, sagten wir, dass das gar nicht stimmen muss! Man muss gar nicht Gott sein, um das zu wissen. Wie das sein kann? Ganz einfach: Du legst selbst Hand an und machst dir die Würste selbst! Das geht! Wirklich! Es ist keine Hexerei! Den Beweis, dass Wurschtn1 nicht so schwer ist, seht ihr in folgendem Video, das bei einem gemeinsamen "Wurst selber machen"-Projekt zusammen mit unseren Freunden Pascal und Christian vom Rezeptevideokochblog cookwithme.at2 im Herbst entstand.

 

 

War wirklich spannend mit den beiden und auch sehr amüsant. Hinter so einem Videoblog steckt wirklich eine Menge Arbeit - Planen, Einkaufen, Vorbereiten, Kochen, Filmen, Essen3, Aufräumen, Video schneiden. Ein bisschen mehr Hintergrundwissen zu cookwithme.at könnt ihr übrigens im Artikel der Tiroler Tageszeitung bekommen, den ihr hier in unserem Beitrag downloaden könnt oder auch direkt in unserem Downloadbereich. Nun zum schriftlichen Teil unserer Bratwurstsession. Zuerst zu den Gerätschaften, die ihr braucht:

  • 1 Fleischwolf: Das muss kein Profigerät sein. Im Endeffekt geht auch einer zum selber kurbeln. Dann ist es auf jeden Fall feiner, wenn man zu zweit ist, außer du hast 3 Arme. Wir hatten einen günstigen, elektrischen Durchschnittsfleischwolf
  • Wurst selber machen - Schritt für Schritt1 Wurstfüller: meist ein Aufsatz, der bei Fleischwölfen zum Zubehör gehört
  • 1 Schneidbrett
  • 1 Messer
  • 1 Schüssel
  • 1 Mörser für die Gewürze
  • 1 Grill ;-)

Soweit so gut. Wenn alle Geräte und Utensilien bereit sind, geht es nun ans Eingemachte. Aus den folgenden Zutaten gehen sich rund 8 bis 10 Würste aus, bei uns waren es dann acht Stück:

  • 750 g Schopf
  • 250 g Schweinebauch
  • 15 g Salz
  • 1 EL Fenchel Samen
  • 1 EL Majoran
  • 1 EL Koriander Samen
  • 1 TL Pfeffer (gehäuft)
  • ½ Bund Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Darm (ca. 2 m, 28-30er Kaliber)

Den Schopf und den Schweinebauch in ca. 3x3 cm dicke Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Anschließend die Gewürze in einen Mörser geben, fein zermahlen und das Fleisch damit würzen. Die Fleischwürfel, die Zwiebel und den Knoblauch durch den Fleischwolf drehen (4mm Lochscheibe) und die fein gehackte Petersilie dazu geben. Alles gut miteinander durchkneten, sodass eine natürliche Bindung entsteht. Den schon vorher in kaltes Wasser eingelegten Darm auf das Füllhorn aufziehen und das Brät einfüllen. Sobald das Brät am Ende des Füllhorns zu sehen ist, den Darm verknoten und die Wurst vorsichtig abfüllen. Sichtbare Lufteinschüsse kann man mit einer Nadel aufstechen. Nun den fertig gefüllten Darm am Ende verschließen und einzelne Würste abdrehen. Zum Schluss die abgedrehten Würste noch mit einem Messer trennen. Die fertigen Bratwürste am besten gleich frischauf den Griller legen, sich selber und/oder gegenseitig auf die Schulter klopfen und genießen! Gebraten und gesotten schmecken sie natürlich auch super. Falls ihr mal selber diese Würste macht, würde uns ein Kommentar freuen, wie sie gelungen sind. Viel Spaß jedenfalls beim Wursten - experimentieren ist übrigens erlaubt!

Prof. Wurst