Wir haben einen Wurst-Drucker!

Geschrieben vonProf. Wurst in Spass DruckversionDruckversion

Es ist einige Zeit her, als das Thema "Wurst und Fleisch aus dem 3D-Drucker" durch alle möglichen Zeitungen und Informations-Webeiten/Blogs geisterte1. Dabei sollen aus Stammzellen von Tieren in einer Nährstofflösung vermehrt werden. Diese Gewebemasse kommt dann als "Fleisch-Tinte" in den Drucker. Dann sucht man sich noch am Bildschirm die Wurst aus, die man essen möchte und klickt dann einfach auf den "Jetzt drucken"-Button und schon hat man den gewünschten Brotbelag. So ungefähr kann man sich das vorstellen2 Wir dachten uns, dass wir das einfacher schaffen. Im Dezember 2008 berichteten wir ja schon von einer Salami-Tinte!3 Von dieser hatten wir noch ein Gläschen hier im Wurstakademiebüro herumstehen und so machten wir uns daran, die Tinte in eine alte, leere Patrone zu füllen und in den Drucker zu geben. Nun noch ein beschichtetes Fleischerei-Papier ins Papierfach und los ging es. Schaut euch mal das Ergebnis an! Einfach umwerfend und geschmeckt hat das auch unglaublich gut. Wir verstehen echt nicht, warum man das so kompliziert machen muss mit den Stammzellen, geht viel einfacher! Zu kaufen gibt das die Fleischtinte dann wohl beim Fleischerlex deines Vertrauens.

Der wurstakademische 3D-Wurstdrucker

Und wenn jemand nun den Text hier unter dem Foto liest, glaubt das von oben wohl nicht so ganz und ist auf der "Suche" nach Unstimmigkeiten, Gegenbeweisen oder so. Aber ihr müsst nicht lange suchen, denn ihr denkt da ganz richtig: Das mit der Tinte stimmt natürlich nicht. Schon alleine deshalb, weil ich nie wieder Patronen selbst befüllen würde, nachdem ich vor vielen Jahren dachte, ich müsse Geld sparen und meine Tintenpatronen selbst nachfüllen. Was war das für eine Sauerei! Aber die Salami-Tinte gab es wirklich!

Der Grund, warum da ein Blatt perfekt aufgelegter Salami "aus dem Drucker kommt" und oben drauf ebenso schöne Blätter mit Wurst liegen ist ganz einfach der, dass ich gestern Abend wieder ein paar Wurstscheiben - für ein nettes, kleines wurstakademisches Projekt fotografierte und mir der Fleischer4 die Wurstscheiben so genial auflegte, nachdem er hörte, dass ich sie fotografieren werde. Nachdem der Drucker neben dem Fotostudiobereich steht, war der Drucker einfach eine feine Ablagefläche. Und da das so lustig ausgesehen hat, ist die Folge dieser Beitrag!

  • 1. Nachzulesen gibt es einige Berichte z.B. hier auf sfr.ch oder hier auf welt.de oder hier auf t-online.de oder sucht einfach auf Google nach wurst 3d drucker.
  • 2. Natürlich ist das etwas komplizierter und es kommt auch nur sowas wie eine Extrawurst raus, da es beim Druck von Fetteinlagerungen Schwierigkeiten gibt. Also im Endeffekt ist es noch ein langer Weg zur echten Wurst aus einem Drucker... Und ganz ehrlich: Wir sind deswegen nicht traurig!
  • 3. Wir waren der Zeit anscheinend ziemlich voraus...
  • 4. Danke schön Roman Thum für das schöne, liebevolle Auflegen der Wurstscheiben. Die Kostproben waren ausgezeichnet!
Prof. Wurst